Sonntag. Ich komme gerade von einer kleinen Fahrradtour zurück, der Duft frisch gemähten Getreides liegt noch in meiner Nase. Jetzt sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und schreibe meinen Monatsrückblick Juni 2026. Aus ein paar Stichworten werden Sätze, aus Sätzen entstehen Absätze. Und während ich schreibe, zeigt sich mir: Der Juni war ein Monat kleiner Erkenntnisse. Manchmal lerne ich ein Wildkraut kennen. Manchmal berührt mich ein Satz in einem Seminar.
Mein Highlight
oder was mich am meisten inspiriert hat!
Es gab ein besonders Highlight und das war das Seminar von Alexa Hennig von Lange.
Seit einiger Zeit folge ich Alexa Hennig von Lange, ich habe einige Bücher von ihr gelesen und es formte sich mit der Zeit der Wunsch, ein Seminar bei ihr zu besuchen. Online oder ein Liveseminar, vielleicht sogar in Hamburg. In diesem Monat war es soweit. “Heute schreibe ich für mich” veranstaltet von der Zeitakademie. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, “es gehört jetzt schon zu den Highlights 2026″. So intensiv. So berührend. So inspirierend. Drei Abende mit jeweils anderthalb Stunden, die noch lange nachklingen werden. Immer wieder ging es darum, über das Schreiben einen Zugang zur eigenen Geschichte zu finden. Obwohl ich weiß, dass viele Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend verloren gegangen oder vielleicht verdrängt sind, ließ ich mich auf diese Art des Schreibens ein. Ich möchte geduldig mit mir sein – und üben, üben, üben.
Ein Satz aus dem Seminar ermutigt mich und Alexa Hennig von Lange hat ihn mehrmals wiederholt:
“Aus mir entsteht das Neue.”
Dieser Satz begleitet mich seitdem. Er nimmt mir den Druck, so schreiben zu müssen wie andere. Wenn aus mir Neues entsteht, dann darf mein Schreiben genauso klingen wie ich.
https://www.alexahennigvonlange.de/
Eine neue Liebe
Der Juni war heiß. Für mich bedeutete das vor allem eines: schwimmen gehen.
Seit Jahren nahm ich mir vor, ein ganz bestimmtes Freibad in Düsseldorf zu besuchen. Immer wieder verschob ich es. Die „Stadtradel-Aktion“ gab mir schließlich den letzten Anstoß und was soll ich sagen: das Strandbad Lörick ist wirklich richtig richtig schön. Und wie so oft: wenn mich etwas begeistert und mir Freude bereitet, wiederhole ich es. So bin ich im Juni mehrfach mit dem Fahrrad oder mit dem Auto ins Strandbad Lörick gefahren. So eine schöne Anlage. Es liegt unweit am Rhein, viel Grün, große Schwimmbecken. So trat mein bisheriges Lieblingsschwimmbad leise in den Hintergrund. Das Strandbad Lörick fühlt sich an wie eine neue Liebe.
https://www.baeder-duesseldorf.de/baeder/freibaeder/strandbad-loerick/


Viele neue Wege und was mich nachdenklich gemacht hat!
Wie auch in den vergangenen Jahren nahm ich am Stadtradeln teil. Radeln für das Klima. Für mich ist diese Aktion jedes Mal ein willkommener Anstoß, endlich Touren umzusetzen, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen. Diesmal führte sie mich u. a. nach Garzweiler.
Garzweiler.
Hin und Zurück mit meiner Leeze ohne Motor: mehr als 60 Kilometer. Vorbei an Keyenberg, ein Dorf, das noch immer von den Spuren des Braunkohleabbaus erzählt. Heute ist es verlassen. Vereinzelt sind Bewohner von Häusern zurückgekehrt, wollen wieder in ihrer Heimat leben. Weiterfahrt nach Garzweiler. Was für ein Loch in Mutter Erde!
Es hat mich sehr bedrückt und wenn ich darüber nachdenke, dass ich über viele Jahre Strom von REWE bezogen habe, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Jetzt haben wir endlich grünen Strom frei von Garzweiler. Ich wünsche mir, noch verantwortungsvoller zu leben. Na ja, alles Schritt für Schritt.


Was ich aus dem Monat mitnehme!
Viele Ideen trage ich schon lange mit mir herum und es scheint so, als wenn ich von außen einen kleinen Anstoß von außen benötige. Es ist mir schon öfter aufgefallen, doch diesen Monat sehr bewusst. Eine Aktion wie das Stadtradeln, ein Seminar oder ein ermutigendes Wort – und plötzlich setze ich etwas um. Eigentlich weiß ich längst, wohin ich möchte. Manchmal fehlt nur der letzte Impuls. Vielleicht geht es gar nicht darum, ständig einen „Tritt in den Hintern“ zu brauchen. Vielleicht genügt manchmal eine freundliche Einladung, den ersten Schritt zu machen. Geht es dir auch manchmal so?
Was habe ich Neues gelernt?
Zur Sommersonnenwende wollte ich eigentlich Räuchern. Daraus wurde nichts – meine Katzen hätten vermutlich wenig Freude daran gehabt. Doch durch die Vorbereitung auf die Sommersonnenwende habe ich Ausschau gehalten nach einem Kraut. “Beifuss”. Ich wusste nicht, wie es aussah, wo es wächst, geschweige denn, was ich überhaupt damit mache. Jetzt bin ich schlauer:) Heute erkenne ich ihn sofort und darüber freue mich sehr. Denn es sind genau diese kleinen Dinge, die meinen Blick auf die Natur verändern.
Außerdem wollte ich besser verstehen, was die Sommersonnenwende eigentlich bedeutet. Dass die Erde sich auf ihrer Bahn um die Sonne bewegt und wir nun den Höhepunkt des Jahres überschritten haben, kann ich mir bis heute nur schwer vorstellen. Und doch, wie ich heute bei meiner kleinen Fahrradtour gesehen habe: Die ersten Felder sind bereits abgeerntet, die Erdbeerzeit neigt sich dem Ende zu – obwohl der Sommer gerade erst begonnen hat.

Freundlich zu mir?
Wie im Mai Rückblick angekündigt, wollte ich im Juni an einer spirituellen Wanderung teilnehmen. Daraus wurde nichts. Ich sagte kurzfristig ab. Bei 30 Grad 15 Kilometer zu wandern, fühlte sich für mich einfach nicht richtig an.
Ein Teil von mir wollte trotzdem hingehen, wollte schließlich einen guten Eindruck machen. So nach dem Motto: „Ich zieh das durch“. Doch dann stellte ich mir eine Frage:
Für wen mache ich das eigentlich?
Die Antwort kam direkt und so blieb ich zuhause. Diesmal war ich freundlich zu mir und hörte auf meinen Körper.
Was habe ich in diesem Monat abgeschlossen?
Alle blogartkel von meiner Namibia-Reise sind geschrieben.
https://heikeespeter.de/ankommen-in-namibia-zwischen-staunen-und-weite/
https://heikeespeter.de/swakopmund-wo-atlantik-und-wueste-sich-begegnen/
https://heikeespeter.de/von-swakopmund-zum-mount-etjo/
https://heikeespeter.de/welch-eine-frechheit-namibia/
Wo bleibe ich dran?
Himmelsjournal, Fitness-Studio, täglich Schreiben
Worauf freue ich mich im kommenden Monat?
Schaue ich in meinen Kalender sehe ich: leere Seiten. Nichts geplant. Alles scheint möglich. Vielleicht ein Besuch der Landesgartenschau in Neuss, vielleicht ein Besuch meiner Mutter in Münster. Träumen, Lesen, den Sommer genießen. Was für eine Aussicht!
Wie war dein Juni? Schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freu mich drauf und du zauberst mir ein Lächeln ins Gesicht☺
Liebe Sommergrüße zu Dir,
Heike





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