Monatsrückblick Juli 2026 – Ein bunter Monat voller Leben

Dieser Monat hat sich angefühlt wie zwei Monate in einem: Beruflich war er es sehr intensiv und fordernd. Es gab Tage, an denen ich abends einfach sehr erschöpft war und ärgerlich über stockende Arbeitsprozesse Auf der anderen Seite erlebte ich so viele kleine Auszeiten: im Wasser, auf dem Fahrrad, in der Natur, direkt vor meiner Haustür. Dann ist da noch eine Entscheidung gefallen, auf die ich mich schon jetzt freue und eine Überraschung, mit der ich selbst nicht gerechnet habe. 

Arbeit & Selbstfürsorge

Im Juli hatte ich beruflich viel zu tun und so manch eine Stunde meiner Zeit ist zusätzlich in meinen Beruf geflossen. Das ist auch okay, ich mag meinen Job und ich mag gerne etwas bewirken. Was ich aber immer besser kann, ist, wenn ich viel zu tun habe, gut für mich zu sorgen. Dann ist es nämlich umso wichtiger, wirklich eine halbe Stunde oder eine Stunde Pause zu machen, spazieren zu gehen, oder früh zu Bett zu gehen und ausreichend zu schlafen, schwimmen zu gehen, Sport zu machen. So manches Mal konnte ich dann tatsächlich auch effektiver arbeiten. Und ich bin auch ein wenig stolz auf mich, dass ich es so mache, wie ich es mache.

Was ich von meiner Liste streichen kann

Wieder habe ich einen neuen Ort kennengelernt und wieder etwas umgesetzt, was ich schon lange machen wollte. Ich war mit einem lieben Menschen eine Runde schwimmen im Straberger See. Der Straberger See in Dormagen Nievenheim wird beschrieben als ein El Dorado für Wasserratten und Wassersportler (da bin ich ja wohl richtig). Wir hatten den Strand und den See fast für uns alleine, lediglich Segelboote genossen auch das Wasser. Wir waren sehr überrascht, dass wir bei Temperaturen über 20 Grad abends alleine am See waren. Zuerst dachten wir, der See hätte geschlossen, weil wirklich kein Mensch zu sehen war. Das Wasser war herrlich frisch. Einige Runden gedreht, Gespräche auf dem Handtuch mit Maren geführt und so Energie getankt für den nächsten Arbeitstag.


Eine Überraschung

Kurse im Fitnessstudio waren nie meins. Es lag nicht am Kurs selbst, sondern an mir – genauer gesagt an dem, wie ich mich dabei gefühlt habe. Ich habe mich ständig verglichen: mit all den Frauen, die es besser, schneller, geschmeidiger, eleganter machten. Mein innerer Dialog war niederschmetternd, kein Wunder, dass ich keine Lust hatte, mich diesem Gefühl immer wieder auszusetzen. Ich hatte mir gar nicht erlaubt, in mich hineinzufühlen – mich einfach gut zu fühlen bei meinen eigenen Bewegungen, stolz und froh über das, was mein Körper alles kann.

Diesen Monat war es anders. Ich bin eher zufällig in einem Kurs gelandet – und zum ersten Mal seit Langem habe ich nicht auf die anderen geschaut, sondern auf mich. Auf mein eigenes Tempo, meine eigene Bewegung, mein eigenes Gefühl dabei. Mittlerweile freue ich mich richtig auf diesen Termin in der Woche – nicht, weil ich jetzt perfekt bin, sondern weil ich mir endlich erlaube, stolz auf das zu sein, was mein Körper kann.

Fahrradtouren im Juli

Auch auf dem Fahrrad war ich wieder viel unterwegs. Die Touren haben mir viele schöne Naturmomente und neue Gedanken geschenkt. Einen kleinen Rückblick findest du hier:

https://heikeespeter.de/wo-meine-seele-aufatmet-unterwegs-mit-dem-fahrrad/

Auf dem linken Bild seht ihr einen kleinen Ausschnitt von der Landschaft in der Nähe von Schwalmtal. Das rechte Bild ist vor meiner Haustür entstanden.

Radtour Schwalm Nettetal

33 Tage schreiben

Im Juni Rückblick schrieb ich über mein erstes Seminar bei Alexa Hennig von Lange. https://heikeespeter.de/monatsrueckblick-juni-2026-radeln-schreiben-schwimmen-und-viele-kleine-erkenntnisse/ Nach Beendigung des Seminars wollte ich mich noch mehr mit dieser Methode beschäftigen. Diesmal war es ein E-Mail-Kurs: 33 Tage lang, jeden Tag ein Impuls per Mail. So saß ich jeden Morgen erwartungsvoll an meinem Laptop.

Es fällt mir nicht leicht, aus dem Körper heraus zu schreiben, d.h. den Verstand beiseite zu lassen und einfach aufzuschreiben, was hochkommt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich einen fast unerreichbaren Anspruch an mich selbst habe. Erwartungen, an denen ich eigentlich nur scheitern kann – oder vor denen ich erst gar nicht anfange.

Mittlerweile betrachte ich die Übungen wirklich als das, was sie sind: Übung. Und wenn eine Übung 15 Minuten dauern soll, mir aber nach 5 Minuten das Schreiben ausgeht – dann ist das völlig in Ordnung.

Was mir fehlen würde

Am vergangenen Wochenende besuchte ich einmal wieder das Schloss Dyck. Es ist eine wunderschöne Park- und Schlossanlage, unweit von meinem Zuhause und auch gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Es ist nicht das Schloss selbst, das mich immer wieder anzieht. Die Atmosphäre dieser Anlage schenkt mir Ruhe, und an den vielen alten Bäumen erfreue ich mich immer wieder. Da ist die fast bis in den Himmel wachsende Hängende Rotbuche oder die gewaltige Zeder und viele andere Bäume. Sie beeindrucken mich und ziehen mich an. Während meines Besuchs wurde mir auf einmal klar, wie sehr ich schon mit diesem Park verbunden bin.

In den letzten Jahren besaß ich eine ArtCard, eine Jahreskarte, mit der man viele Museen und unter anderem auch das Schloss besuchen kann. Anfang des Jahres war meine Karte abgelaufen. Ich dachte, ich bräuchte keine mehr, weil ich schon so oft in den unterschiedlichen Museen und auch in Schloss Dyck gewesen war. Da hatte ich mich wohl getäuscht: Der Besuch ist für mich fast schon eine Tradition geworden. Im September die Lichtfestspiele auf Schloss Dyck, im Winter die Weihnachtsmärkte im Schloss. Ein Herbst, ein Winter ohne diese Besuche – da fehlt etwas. Und jedes Mal extra Eintritt zu bezahlen, kam für mich nicht infrage. Also habe ich mir gestern wieder eine ArtCard besorgt.

Urlaubsentscheidung

Über viele Monate machte ich mir Gedanken, ob und wie ich dieses Jahr mit meinem Rad den Ostseeküstenradweg bereise. Ursprünglich war die Idee mit meinem neuen Fahrrad von Anklam bis Danzig zu radeln. Mein neues Fahrrad lässt auf sich warten. Wieso, weshalb, warum: das schreibe ich in einem anderen Blogbeitrag. Aber mit dem Wissen, dass ich mit meinem „alten“ Fahrrad radeln müsste, habe ich meine Reise angepasst. Doch ich rechne immer wieder mit Wundern und wer weiß, vielleicht bringt mich mein Leeze noch weiter als gedacht.

Was ich geschrieben habe

https://heikeespeter.de/heute-17-07-2026-altostratus/

https://heikeespeter.de/heute-war-der-koerper-dran/

https://heikeespeter.de/als-die-voegel-verstummten/

https://heikeespeter.de/heute-25-07-2026-cumulus-mediocris/

https://heikeespeter.de/wo-meine-seele-aufatmet-unterwegs-mit-dem-fahrrad/

Wo bleibe ich dran?

Himmelsjournal, Fitness-Studio, täglich Schreiben. Und neu : Englisch lernen🌱

Mit Dankbarkeit blicke ich auf diesen Juli zurück. Jetzt freue ich mich auf den August – auf neue Wege, Schwimmzeiten und hoffentlich viele schöne Momente auf dem Fahrrad und in der Natur. Natürlich auch auf meine Planung der Fahrradtour entlang der Ostseeküste.

Herzlich,

Heike

1 Kommentar

  1. Danke liebe Heike, es ist mir unverständlich wie Du das alles schaffst 😘Ich lese immer wieder gerne Deine Kommentare. Alles liebe deine Mama 💝

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