Sich vornehmen, einen Blogartikel anzufangen, wenn Frau sich völlig beim Sport verausgabt hat, kann ja nur schief gehen. Was heißt schief gehen – da geht’s gar nicht schief, sondern das sind Selbstgespräche, die weit entfernt von Wohlwollen und Freundlichkeit sind. Einfach nur: „Jetzt mach schon.“ „Das kann ja wohl nicht so schwer sein.“ Dabei sagt mein Körper mir ganz klar: „Ich bin müde und will schlafen.“
Stehe vom Schreibtisch auf, gehe in die Küche. Räume die Spülmaschine auf und wieder Selbstgespräche: „Ach komm, versuch’s noch mal. Das wird bestimmt gleich gehen, wenn ich die Spülmaschine aufgeräumt habe. Mich ein bisschen bewegen, dann werd ich wieder wach.“
Setz mich also wieder an den Schreibtisch. Starre auf meinen Bildschirm und denk: „Du kannst mich mal.“ Stehe wieder auf und dann liege ich im Bett.
Sich vornehmen, einen Blogartikel zu schreiben, wenn Frau sich völlig verausgabt hat, keine gute Idee. Kein Wunder eigentlich: Der Sport heute war gut, so richtig gut. Es war alles dabei: Koordination, Dancen, Muskeltraining mit Dancing, Bauch, Beine, Po, Hüpfen, alles. Der Schweiß lief nur so. Kein Kopf mehr für Worte, aber dafür ein Körper, der glaube ich: glücklich ist.
Werde ich jetzt öfter machen: 2 x die Woche Krafttraining, 1 x so ein tolles Body-Workout. Und im Sommer schwimmen sowieso – das war ich übrigens gestern.
Der Blogartikel über meine Fahrradtour an der Niers entlang, meine 45,1 km mit meinem Biobike, wird also noch auf sich warten müssen. Manchmal reicht der Tag eben nur für eins: entweder der Körper bekommt, was er braucht, oder der Kopf. Heute war der Körper dran.
Kennt ihr das? Dass der Kopf weitermachen will, der Körper aber längst entschieden hat.
Herzlich, Heike





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