Der goldene Oktober verabschiedet sich. Bei uns in der Düsseldorfer Region waren es bis heute ganze 143 Sonnenstunden.143 Sonnenstunden und dann die bunten Blätter an den Bäumen und auf den Gehwegen. Muss ich noch mehr zum Oktober sagen?! Doch es waren nicht nur schöne Augenblicke, die mich berührt haben. Es waren auch Nachrichten, die mich sehr nachdenklich machten und Begegnungen die mich überraschten.
Meine 7 Gedanken zu dem Oktober
Gedanke 1 – Hoch am Himmel
Zuerst habe ich sie gehört. Ihre unverwechselbaren Rufe ließen mich zum Himmel schauen, während ich mit meinem Fahrrad unterwegs war. Als ich am Himmel immer mehr von diesen wunderschönen Vögel erblickte, stieg ich vom Fahrrad und blieb für einige Zeit fast voll Bewunderung am Straßenrand stehen. Massen von Kranichen, die über den Himmel zogen. Zum ersten Mal habe ich dieses Naturschauspiel hier bei mir im Rhein-Kreis Neuss so direkt erlebt. Was für ein Anblick! Was für ein Moment! Ich konnte nicht anders und musste darüber schreiben.
Gedanke 2 – Meine Erkenntnis
Eine Erkenntnis hat mich in diesem Monat besonders beschäftigt: Ich muss nicht für alles und jeden Verständnis haben. Ich darf auch einmal etwas völlig blöd finden, widersprechen und unbequem werden. Vielleicht habe ich manchmal zu sehr versucht, die Beweggründe anderer Menschen zu verstehen. Aber Verständnis zu haben bedeutet nicht, alles gutheißen zu müssen.
Gedanke 3 – Musik, die bewegt
Seit ich im letzten Tatort das Lied „When the Beat Drops Out“ von Marlon Roudette gehört habe, läuft es bei mir rauf und runter. Morgens beim Aufstehen, beim Fahrradfahren, beim Sport, wenn ich in der Küche stehe. Es läuft. Was mich an diesem Lied so begeistert, kann ich kaum in Worte fassen. Es ist nicht der Inhalt des Liedes, es sind nicht die Worte. Es ist der Beat, der Rhythmus. Es sind die Klänge, die meinen ganzen Körper erfassen. Ich kann gar nicht anders. Mein Körper will sich bewegen. Er will tanzen. Einfach tanzen.
Kopf aus und sich einfach bewegen. Ich vermute sogar, dass sich mein Körper freut. Ja, vielleicht freut er sich, endlich einmal aus dieser Steifheit herauszukommen, die manchmal auch mein Denken ergreift.
Nicht nachdenken. Nicht bewerten. Einfach dem Rhythmus folgen.
„When the Beat Drops Out“…ich könnt schon wieder.
Gedanke 4 – Ein Satz der geblieben ist
Morgens, wenn ich noch mit einer Tasse Kaffee im Bett sitze, schreibe ich in mein Tagebuch. Ich schreibe einfach auf, was gerade da ist, was mich beschäftigt und mir durch den Kopf geht. Häufig gesellen sich auch meine beiden Katzen zu mir. Eines Morgens stand da plötzlich dieser Satz in meinem Tagebuch:
„Die Zukunft wird nicht von alleine schön.“
Den hatte ich geschrieben. Ich bin ja manchmal selbst erstaunt, was ich morgens so alles schreibe. Und nein, das sind längst nicht immer so kluge Sätze. Vielleicht hab ich diesen Satz auch deshalb geschrieben, weil mich die Nachrichten über die Gewalt und die Unruhen in Frankreich nachdenklich gemacht haben.
Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Und was kann ich selbst dazu beitragen, unsere Demokratie zu stärken? Denn eine lebenswerte Zukunft entsteht nicht von alleine. Nichts entsteht von alleine. Wir alle können etwas dazu beitragen.
Gedanke 5 – Dankbarkeit
Erst in sechs Wochen habe ich Geburtstag. Aber irgendwie habe ich die 61 schon im Kopf.
Ich denke darüber nach, dass ich wieder ein Jahr älter werde. Und darüber, wie dankbar ich bin, dass ich gesund älter werden darf.
6. Gedanke: Eine Überraschung „Wieviel Freude erlauben wir uns eigentlich im Leben“
Im Oktober durfte ich während der Woche der Seelischen Gesundheit aus meinem Buch „Glücklich alkoholfrei. Mein Weg aus der Sucht“ lesen.
Für meine Lesung hatte ich einen Abschnitt über die vier psychischen Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe ausgewählt. In diesem Zusammenhang stellte ich eine Frage, die mich selbst immer wieder beschäftigt:
„Wie viel Freude erlauben wir uns in unserem Leben?“
Was mich anschließend überraschte, waren die offenen Fragen und der Austausch mit den Menschen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und umso mehr habe ich mich gefreut. Auf dem Heimweg erfüllte mich eine tiefe Dankbarkeit.
7. Gedanke: Ausblick: Kaltes Wasser
Mit jedem Herbsttag wird es kälter und das Wasser auch. Freu freu.
Das Eisbaden gehört zum Monat November – wie Allerheiligen, Novembernebel und der Beginn der Adventszeit.
Oktober in Bildern – kleine Momentaufnahmen








Was ich im Oktober noch geschrieben habe
Ich wünsche Euch viele Novembertage, die Euer Herz erwärmen.
Herzlich,
Eure Heike





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