Monatsrückblick August 2026 – Nicht. Nicht. Nicht.

Ach, dieser Monat August. Was ich nicht alles nicht getan habe.

Ich war nicht schwimmen.
Ich habe keine einzige Fahrradtour gemacht.
Nur wenige Seiten in einem Buch gelesen.
Ich war nicht beim Buchclub.
Und auch den Wald habe ich viel zu selten besucht.

Nicht. Nicht. Nicht.

Aber stimmt das? Denn da war etwas anderes.

Arbeit. Viel Arbeit. Sehr viel Arbeit. Doch das Überraschende daran: Sie hat mir Freude bereitet. Ich war im Flow. Ich war im EU-Stress. Ich liebe EU-Stress. Immer her damit. Stunden vergingen, ohne dass ich sie bemerkte. So sehr, dass ich manches Mal gar nicht aufhören konnte.

Manches Mal konnte ich mich aber doch von der Arbeit lösen.

Jetzt sind die Tage gezählt, denn die Ostsee ruft. Heute traf die erste Fahrplanänderung per email ein. Wäre ja auch zu schön, wenn die DB einmal keine Fahrplanänderung verschickt. Aber alles gut. Der Zug von Düsseldorf bis Stralsund fährt wie geplant. Ticket ist gesichert, auch für mein Fahrrad. Ich will ja nicht verschweigen, dass diese „Fahrplanänderungsmitteilung“ immer mein Herz ein bisschen schneller schlagen lässt

Als Vorgeschmack auf meine Reise habe ich mir in den vergangenen Tagen einen neuen Bildschirmschoner eingerichtet: ein Foto von meiner letzten Ostseeradreise. Jetzt schaue ich täglich auf die Ostsee und die wunderschönen Kreidefelsen von Rügen. Das Fahrrad will noch startklar gemacht werden: Kette prüfen, Kassette säubern, Reifendruck kontrollieren und natürlich noch einmal richtig sauber machen. Gestern hab ich mir einen kleinen faltbaren Wasserkocher bestellt und einen Adapter für die Steckdosen. Den brauch ich nicht.

Nicht. Nicht Nicht.

12. August 2026, 19:15 Uhr

Ich stehe auf dem Balkon. Wolkenloser Himmel. Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Ich habe eine Papierbrille in der Hand. Meine Brille, die mir sonst hilft, die Welt deutlicher zu sehen, habe ich abgesetzt. Ich setze mich auf die Balkonbank, setze die Papierbrille auf und schaue in die Sonne. Tatsächlich: Unten rechts ist eine kleine Delle zu sehen. Die Sonnenfinsternis beginnt. Langsam schiebt sich der Mond weiter vor die Sonne. Das Licht verändert sich, wird golden, weich. Eine gewisse Stille liegt in der Luft, anders als sonst. Ich erwarte, dass es ganz dunkel wird. Aber das wird es nicht. Den Vorhersagen nach sollten etwa 90 Prozent der Sonne bedeckt sein. 90 Prozent – das ist viel. Und trotzdem ist es noch hell. Da ist noch so viel Licht. 10 %.10 % und es kann so viel bewirken.

Monet, Cézanne, Matisse

Ich war bei den französischen Impressionisten. Und viele andere waren auch da. Der Kunstpalast in Düsseldorf war voll mit Menschen, die genau wie ich diese Bilder bewundern wollten. Wie viele verschiedene Schuhe ich gesehen habe, Hinterköpfe und Rücken.

Ich huschte durch die Ausstellung und suchte mir schließlich ganz gezielt zwei Bilder aus, die ich auf mich wirken lassen wollte.

Eins von Renoir “Flusslandschaft mit Badenden” – ein herrliches Zusammenspiel von Farben – ein Lichtspiel von Farben und dazwischen die Badenden. 

Das andere von Cézanne: „Haus und Bauernhof von Jas de Bouffan“, das Familienanwesen der Cézannes bei Aix-en-Provence. Das Motiv von dem Haus mit dem Garten hat Cezanne mehrfach immer wieder gemalt. Wie viele Künstler hat er nicht etwas besonders gemalt, sondern etwas Alltägliches und im Alltäglichen hat er etwas Besonderes entdeckt.

Münster – Alte Clemenskirche

Jetzt fahre ich schon Jahrzehnte nach Münster, besuche meine Mutter und erst in diesem Monat habe ich diese wunderschöne Kirche entdeckt, Die Kirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet und später im spätgotischen Stil erweitert. Ich genoss die Stille in der Kirche und zündete mehrere Kerzen für meine Lieblingsmenschen an.

Erst zuhause las ich, dass die Alte Clemenskirche zu den ältesten erhaltenen steinernen Kirchenbauten im Münsterland gehört. Über 800 Jahre steht sie schon dort.

Webseite

Meine Webseite habe ich in diesem Monat selbstständig aktualisiert und neu gestaltet. Ganz fertig bin ich noch nicht, aber ein Anfang ist gemacht.

Und darauf bin ich mega stolz. Erst dachte ich: Das schaffe ich nicht. Doch mit viel Geduld und ganz kleinen Schritten habe ich es geschafft. Und jetzt bin ich zuversichtlich, dass ich auch den Rest hinbekomme und meine Webseite Stück für Stück neu gestalten kann. Braucht halt nur seine Zeit und Zuversicht. Davon handelt übrigens auch mein neuer Blogbeitrag über Zuversicht.

https://heikeespeter.de/was-macht-mich-zuversichtlich/

Frankfurter Kranz

Zum Abschluss des Monats traf ich mich mit einem lieben Menschen. Es war ein inspirierendes und schönes Gespräch. Dazu Kaffee und Frankfurter Kranz. Besser geht’s nicht.

Aussicht – Herbst

Vor wenigen Tagen hat mir eine liebe Freundin dieses Bild geschickt. Mir verschafft dieser Blick auf den leeren Parkplatz Vorfreude. Denn hier werde ich bald wieder mein Auto parken und viele tolle Frauen treffen. Dann gehen wir in die Umkleide, ziehen unsere Badesachen an, machen unsere Atemübungen und gehen ins kalte Nass.

Die Eisbadesaison 2026/2027 kann beginnen.

Und du? Was hast du alles nicht gemacht? Und worauf freust du dich? Schreib mir gerne – ich freue mich über jeden lieben Kommentar.

Herzlich,

Heike

2 Kommentare

  1. Ich bin wegen der großen Hitze nicht im Schwimmbad gewesen.

    Antworten
    • Oh wie schön, dann war ich nicht alleine, nicht schwimmen:)

      Antworten

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