Nach Namibia zurück in den Alltag – Sehnsucht nach kaltem Wasser & Weite 

Ich komme von einer großen Reise zurück.

Namibia. Ein Land voller Weite, das ich vorher nur aus Bildern kannte. 

Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Zebras, Löwen, Giraffen und viele weitere Tiere in freier Wildbahn. Ich sah Wüste, Steppe und den Atlantik. So viel erlebt.  Wie sortiere ich das jetzt?

Und lässt sich eine solche Reise überhaupt einordnen?  

Heute ist der 15. Mai. Freitag. Der Tag, an dem ich große Lust verspüre, ins Freibad zu gehen und wie all die Monate zuvor – und jetzt auch in Namibia – unter freiem Himmel zu schwimmen. Ich saß im Bett und googelte, welches Freibad geöffnet hat und lese, dass all die Freibäder erst nächste Woche öffnen. Oh, wie schade. Wie sehr sich mein Körper danach sehnt, zu schwimmen, im kalten Wasser – und unter freiem Himmel. Den Kopf frei schwimmen. Die Müdigkeit abschütteln. Den Körper spüren. 

In Namibia bin ich zuletzt im Pool geschwommen auf einer Guestfarm – auf einer Höhe von 1800 m  über dem Meeresspiegel. Welch eine Wohltat war es. Die Sonne senkte sich gen Horizont, gelbe warme Lichtstrahlen und ich war im kalten Wasser. Berge um mich herum. Stille. Die Luft war angewärmt. Beginnender Winter in Namibia. Tagsüber lagen die Temperaturen im Landesinneren bei etwa 20 Grad, doch die Nächte sind kühl mit unter 10 Grad.

Pool Guestfarm Hohewarte

Bevor ich in den Pool ging, war ich in der kargen Landschaft unterwegs, ging  meine 10.000 Schritte. Mein Körper war aufgewärmt und ich wieder voll von tausend neuen Eindrücken. 

Und jetzt sitze ich hier an meinem Computer, verspüre die Sehnsucht und kann nicht unter freiem Himmel schwimmen gehen. Trinke meinen Morgenkaffee und mein Blick schweift ins Leere. 

Manchmal merken wir erst nach einer Reise, wonach wir uns wirklich sehnen: 

Nicht nach Sehenswürdigkeiten oder etwas Besonderem. Sondern nach einem Gefühl, das im Alltag oft verloren geht: Lebendigkeit.

Kaltes Wasser auf der Haut.

Weite.

Heike

In meinem Tempo

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