Wenn das Jahr 2026 so wird, wie der Januar sich gestaltet hat – dann steht mir ein besonderes Jahr bevor. Und der Januar hat sich ja nicht von alleine gestaltet. Sondern ich war zum größtenteil die Gestalterin – mit meinen Entscheidungen, mit immer mal wieder Pausen und mit Aufmerksamkeit.
Doch all das wäre nicht möglich, auf dem Fundament meines abstinenten Lebens! Ohne dieses Fundament wäre dieser Monat so nicht denkbar gewesen.
Ich bin langsam in das Jahr gestartet und das war eine weise Entscheidung. Anlauf habe ich genommen. Genau! Anlauf nehmen, Tempo aufnehmen, sich treiben lassen, im Rhythmus der Jahreszeiten.
Noch ist Winter. Die Tage sind kurz. Das Licht ist oft zurückhaltend – doch das Frühjahr bahnt sich an, ganz langsam.
Es muss noch nichts drängen und so ist dieser Monatsrückblick auch eher ein Monatszettel. Gleichzeitig möchte ich aufzeigen, dass es für ein gesundes Leben, ein Leben in dem wir uns wirklich wohlfühlen, dass es ausgeglichen sein muss.
Mein Leben fühlt sich jetzt rund an! Und das war nicht immer so. Lange bestand mein Leben nur aus Arbeit, aus meinem Brotjob und Jahre der Kindererziehung. Das macht mich schon ein wenig wehmütig.
Aus lauter Sehnsucht nach einem wirklich erfüllten Leben habe ich über Jahrzehnte zu viel getrunken, bis ich abhängig wurde. Mir fehlten Beziehungen, mir fehlten Abenteuer.
Kommen wir jetzt aber zu meinem liebevollen Monatszettel, mit dem, was mich neben meiner Arbeit genährt hat.
Inhaltsverzeichnis
Schöne Schneemomente
Schnee ist gefallen und zum Geburtstag einer lieben Freundin haben wir einen Schneemann gebaut. Es hat mich an meine Kindheit erinnert. Mit welch einer Freude ich damals mit meinen Geschwistern und den Nachbarskindern große Schneemänner gebaut haben, wie wir Schlitten gefahren sind. Es hat mich daran erinnert, wie schön es ist, in Gemeinschaft Spaß zu haben.




Eisbaden bei Schnee
Das kalte Wasser hat mich durch den Januar getragen, der sich an manchen Tagen dunkel, schwer und ich mich lustlos anfühlte.


Beziehungen gepflegt
Ob mit Freundin, Nachbarin oder einer ehemaligen Arbeitskollegin: Sich treffen bei Kaffee, Tee & Kuchen. Über anscheinend belangloses reden oder Gespräche mit Tiefgang. Lachen und Träumen. All das tut meiner Seele gut und ich merke, wie sehr es mir fehlt, wenn ich es nicht tue.


Der Buchclub traf sich wieder
Was wäre ein Monat ohne ein Treffen des Buchclubs. Mittlerweile ist es eine Konstante geworden. Wir werden uns vertrauter – freuen uns auf ein Wiedersehen. Auch diesmal war es wieder sehr inspirierend und vielfältig. Ich bin immer wieder froh, dass ich im letzten Jahr diesen Aufruf zu einem Buchclub gestartet habe. Denn ich habe entdeckt, dass es mir eine Freude ist neue Menschen kennenzulernen – neugierig ihren Geschichten zu lauschen. Welch eine Bereicherung in meinem Leben.


Erste kleine Fahrradtouren
An einem schönen Winternachmittag fuhr ich zu einem der schönsten Dörfer in Deutschland: Liedberg. Auf der kleinen Entdeckungstour ging mein Herz weit auf. Ich sah all die Schönheit der Natur, die direkt vor meiner Haustür liegt. Der kalte Wind streifte mein Gesicht und beim Treten in die Pedale spürte ich meine Kraft.

Eine Tour zu einem treuen Freund: Dem Rhein

Atemreise
Kurzfristig entschloss ich mich Anfang des Jahres wieder einmal an einem Atemworkshop teilzunehmen. Zu Beginn gab es einen kleinen plastischen Minivortrag “Die Atemwege und das Zwerchfell”. Im Anschluss folgten einige Übungen, indem wir das theoretische Wissen erfahrbar machten. Bewegungseinheiten folgten. Zum Abschluss gab es eine beruhigende Meditation untermalt mit Klängen. Was für eine Wohltat war dieser Sonntagnachmittag und wie spannend es ist, den eigenen Atem zu erforschen. Ich werde jetzt einmal im Monat nach Essen-Kettwig fahren und mir diese wundervolle Auszeit schenken.
Drei Lieder in Dauerschleife:
“Can’t Fall out of Love”, East Forest
“Breath In, Let Go” Aurenza
“Earth” Mogli, Rey&Kjavik
Drei Worte die mich berührten und bewegen
Weich & behutsam & empfangen

Eine neue Gewohnheit:
Eine Tasse Kaffee am Morgen, dann folgt Grüner Tee. War einfach zu viel Kaffee.
Reminder des Monats.
Selbstfürsorge hört nicht auf.
Januarfrage
Will ich überhaupt etwas bewirken? Und was ist, wenn ich nichts bewirken will? Sondern ich noch mehr bei mir ankommen will und das sichtbar werden lassen will? Ich nehme sie mit in den Februar.
In meinem Tempo. Und das fühlt sich gut an.
Herzlich, Heike





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