Mein Jahresrückblick 2025 – Vier Jahreszeiten

Das ist mein Jahresrückblick. Vier Jahreszeiten. Nicht mehr und nicht weniger. 

Inhaltsverzeichnis

Winter

Der Winter war still, jedoch nicht friedlich still. Ich habe wenig geteilt in dieser Zeit.
Nicht, weil nichts da war,sondern weil die Zweiflerin in mir sehr laut wurde. Sie stellte Fragen wie: “Wofür das alles? Wen interessiert das? Reicht das?”

Die Zweiflerin gehört zu mir. Ich habe aufgehört, sie loswerden zu wollen. Das ist Vergangenheit, das habe ich jahrzehntelang versucht. In meinem Winter habe ich aufgehört, sie loswerden zu wollen. Aber ich lerne noch, sie nicht das Steuer zu überlassen.
Im Winter hielt mich die Zweiflerin klein und zwar mit Zurückhaltung, mit Abwarten und mit Gedanken, dass mein Leben zu unspektakulär sei, um es zu teilen.
Es gab viele Tage an denen das Schreiben schwer war, wo Sichtbarkeit sich anfühlte wie Zumutung. Wo ich mir einredete, es gäbe keinen Anlass, präsent zu sein. Ich habe mich selbst überhört und das Nichtstun für Besonnenheit gehalten.

Heute weiß ich: Das war mein Winter. Und er war nicht umsonst. 

Winter

Frühling

Mein Frühling kam nicht mit Jubel. Ich bin in diesen Frühling hineingegangen, Schritt für Schritt – nicht ehrgeizig, nicht spektakulär, aber entschlossen. Mit zwei neuen Hüften habe ich mir meine Lebendigkeit zurückgeholt. Ich bin wieder in Bewegung und zwar mit viel Training und mit viel Geduld. Bewegung, immer wieder Bewegung.

Heute trage ich wieder volle Einkaufstaschen, literweise Blumenerde, steige Treppen und spüre meine Kraft, anstatt dass ich Vorsicht walten lassen muss. Ich fahre Fahrrad viele Kilometer, mein  Atmen findet seinen Rhythmus. Ich gehe lange Wege – ich strecke und dehne mich. Und manchmal denke ich “ich reiche wieder bis zu den  Sternen”. 

Ende des Jahres hab ich meinen 60. Geburtstag gefeiert. Ich fühle mich nicht “für mein Alter” fit. Ich fühle mich lebendig. Und das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist mein Ergebnis. Ich pflege meinen Frühling

Sommer

Freude.

Pure Freude auf dem Fahrrad – auf dem Ostseeküstenradweg.

Herbst

Der Herbst war eine innere Grenze “bis hierhin und nicht weiter”. Das war die Grenze. Genauer konnte ich sie nicht benennen. Ich spürte sie nur deutlich. In meinem Denken, in meinem Handlungen, in meinem  Sein.


Ich hatte viel erreicht. Gesundheit, Kraft, Beweglichkeit, Fülle. Und doch war da ein Punkt, an dem etwas stoppte. Nicht im Außen – in mir. Vielleicht war es eine Müdigkeit, vielleicht war es Vorsicht. Oder die alte Gewohnheit “nicht zu weit zu gehen”. Ich weiß es nicht genau. 

Dann kam das kalte Wasser. Ich sage nicht, dass das  Eisbaden diese Grenze gesprengt hat, denn so  einfach ist das Leben nicht. Aber es hat mich an einen Ort geführt, an dem Denken aufhört. Im Wasser bin ich ganz präsent, da gibt es kein dies oder jenes, kein “später”. Da ist nur der Moment. 

Der Herbst hat mir keine Antwort gegeben. Aber irgendetwas ist ins Rollen gekommen, in Bewegung. 

Wie war dein Jahr 2025? Schreibe es mir gerne – ich freue mich drauf.

Herzlich

Eure Heike

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