Ein waches Leben braucht Herausforderung 

Vor ein paar Tagen habe ich folgendes beobachtet.
Eine Idee taucht auf und ich beginne mit ihr zu spielen. Ich spiele mit Worten,  mit Bildern und dann so völlig aus dem Hinterhalt diesen Satz: “ich kann darüber nicht schreiben”. 

Seltsam, dachte ich. “Ich bewältige so vieles im Leben. Wieso sollte ich mit dieser Idee nichts anfangen können. Wie komme ich auf den Satz “ich kann darüber nicht schreiben”. Ich meine, ich hab die Idee, dann könnte ich doch auch etwas aus ihr machen. Mit anderen  Worten: Die Idee ist da und mein Ego will sie mir ausreden. 

Bewegung hat mir durch meine Anfangszeit der Abstinenz geholfen und sie hilft mir immer noch. Nicht als Konzept, sondern als tägliche Praxis – an der ich mittlerweile sogar große Freude habe.) Bewegung bringt mich in meine Kraft, ist meine Selbstermächtigung. 

Heute, mit 60, gehe ich noch weiter. Ich bewege mich nicht nur  – ich gehe an meine Grenzen. Wenn etwas wachsen will, müssen wir an unsere Grenzen gehen. Ob es jetzt Muskeln sind oder sonst was. 

Einmal am Tag aus der Puste komme. Schwitzen. Spüren, dass ich da bin und mein Körper antwortet mir. Wenn ich Gas gebe, denke ich zuerst: “Das halte ich nie durch.“ Mit der Zeit wird mein Motor warm und plötzlich läuft es. Dreißig Minuten Rudergerät.

Ich steige ab – müde, ganz klar und wach. Mit einem  Grinsen im Gesicht. 

Hier ist noch Leben. Hier ist Kraft. Ich darf sie leben. Auch mit 60!. Und während mein Körper arbeitet, werden meine Selbstzweifel still.

Mein Körper braucht es von Zeit zu Zeit an seine Grenzen zu gehen, um fit zu bleiben. Wenn mein Körper es braucht, wie ist es dann mit meiner Seele? Braucht nicht auch sie Herausforderungen, Grenzen überwinden, um zu wachsen und um zu reifen?

Ein waches Leben ist keine Dauer-Gemütlichkeit. Es ist Bewegung zwischen Ruhe und Herausforderung.

Herzlich, Heike

1 Kommentar

  1. danke für deine Inspirationen ich werde mir auch mehr den Körper wieder vornehmen aber momentan habe ich meine Grenzen gedient indem ich meine Wohnung richtig schön aufgeräumt und aussortiert habe das tut auch gut

    und mit Maria Sanchez komme ich immer mehr in Kontakt mit nicht ich Anteilen und kann sie liebevoll begleiten

    ein schönes Motto über die Grenzen zu gehen nehme ich auf jeden Fall mit in den Tag und wünsche dir auch einen wundervollen Start

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